Welches Ernährungskonzept ist DAS richtige für Hunde?

Die Ernährung ist ein wichtiges Thema. Schließlich ist sie laut Ernährungswissenschaftlern der wichtigste Faktor wenn es um Erkrankungen geht. Deshalb treibt viele Hundehalter die Frage um, welches das richtige Ernährungskonzept für ihren Hund ist.

Aber nicht nur das. Die Hundeernährung ist ein heiß umkämpfter Markt. Viele wollen daran verdienen, den Hund mit dem richtigen Hundefutter zu versorgen. Seien es die Futtermittelhersteller, seien es die  Ernährungsberater und nicht zu vergessen natürlich – die Tierärzte.

Fütterungskonzepte gibt es für Hunde mittlerweile einige. Das populärste Konzept ist Fertigfutter in Form von Trockenfutter oder Nassfutter, gefolgt von der Rohfütterung, vor allem nach dem Barf-Konzept oder das Kochen für den Hund. Wobei man das Kochen für den Hund natürlich nicht als richtiges Konzept bezeichnen kann. Weniger häufig trifft man auf sogenannte Preyer (füttern ausschließlich tierische Komponenten) oder auch Halter, die ihre Hunde vegetarisch oder gar vegan füttern.

Warum wollen die Menschen ein Konzept?

Die Ernährung ist, wie schon erwähnt, laut den Ernährungswissenschaftlern der wichtigste Faktor bei Mensch und Tier, wenn es um Erkrankungen geht. Spätestens wenn man einen Supermarkt betritt und sich dort umschaut, wird einem aber klar, dass dieser Faktor den meisten Menschen nicht wirklich bewusst ist. Die meisten Menschen sind sich nicht klar darüber, dass ihre eigene Ernährung maßgeblich ihre Gesundheit beeinflusst und wie schlecht sie sich ernähren.

Hingegen ist die ängstliche Frage eines Hundehalters, ob sein Hund WIRKLICH die paar restlichen Kartoffeln vom eigenen Mittagessen fressen darf, keine Seltenheit. Das „Wissen“ rund um Nahrungsmittel, welches einst eine normale und natürliche Angelegenheit war, gerät bei den Menschen in Vergessenheit. Der Anspruch an die eigene Ernährung ist geprägt von schnell, einfach und schmackhaft. Kochen ist out, Fastfood ist in.

Das war natürlich nicht immer so. Noch vor gut 70 Jahren wussten die meisten Menschen ziemlich genau, wie man Mahlzeiten zubereitet und was ein Hund fressen darf oder auch nicht. Es war ganz normal, dass Hunde viele Reste bekamen. Kein Mensch wäre wohl auf die Idee gekommen, dass gekochte Kartoffeln für den Hund schädlich sein könnten.

Die Verteufelung von Essensresten war eine erfolgreiche Werbestrategie!

Als Fertigfutter etwa Mitte des 20. Jahrhunderts auf den Markt kam, wussten die meisten Hundehalter damit erst einmal gar nicht viel anzufangen. Ihr Interesse an „wissenschaftlich ausgewogener Nahrung“ für den Hund hielt sich in Grenzen.

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Damit sich das schnell und vor allem nachhaltig ändert, haben die Futtermittelhersteller riesige und sehr teure Werbekampagnen gestartet. Damit wollten sie den Hundehaltern deutlich klarmachen, dass nur Fertigfutter für Hunde taugt und dass Essensreste und ähnliches ihren Hund krank machen. Idiotisch, aber die Hundehalter haben das „gefressen“.

Und damit sie auch wirklich kapieren, dass das Kotelett auf dem Teller vom Herrchen nicht für den Hund ist, dürfen manche Hunde die Küche nicht einmal mehr BETRETEN! Es gibt tatsächlich Hundetrainer, die bringen ihren Kunden bei: der Hund darf nicht in die Küche! Er muss wissen, dass das Menschenessen KEIN Hundefutter ist. Wenn das nicht eigentlich traurig wäre, könnte man darüber lachen. Menschenessen: GIFT für Hunde!

Aber … jetzt sind wir vom Thema abgekommen. Zurück also zur Ausgangsfrage:

Was ist DAS richtige Ernährungskonzept für Hunde?

Etwa 90% der Hundehalter glauben, dass Fertigfutter das richtige Fütterungskonzept für ihren Hund ist. Dass viele Leute sich aber mit Ernährung im Allgemeinen nicht gut auskennen, sieht man am Sortiment im Supermarkt. Ein Markt besteht ja immer aus Angebot und Nachfrage. Das, was am meisten gekauft wird, findet man auch am meisten in den Geschäften.

Dass sie sich nicht mehr gut auskennen, ist dann wahrscheinlich (neben den genannten sehr wirksamen Werbekampagnen) ein Grund, weshalb sie auf Nr. sicher gehen wollen und lieber keine „Experimente“ mit „richtigen“ Nahrungsmitteln machen. Im Fertigfutter ist ja schließlich alles drin. … Naja, fast alles.

Was fehlt, sind ja „nur“ die vielen natürlichen Begleitstoffe, die man bei den im Fertigfutter enthaltenen synthetischen Nährstoffen nicht findet. Wie wichtig diese Begleitstoffe aber sind, zeigen z. B. Studien, die dargelegt haben, dass die Wahrscheinlichkeit für Hunde, an Krebs zu erkranken, sinkt, wenn man sie ab und zu mit frischem Gemüse füttert.

Was im Umkehrschluss eigentlich bedeuten müsste, dass für den Hund die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken, steigt, wenn er ausschließlich mit einem Fertigfutter gefüttert wird …

Wenn das so ist, würde ich sagen, kann die Ernährung mit Fertigfutter grundsätzlich nicht DAS einzig richtige Konzept zur Hundeernährung sein.

Man muss sich auch die Frage stellen, wieso die Deutsche Gesellschaft für Ernährung den Menschen empfiehlt, sich möglichst frisch und abwechslungsreich zu ernähren, während der Hund mit solchen synthetischen „Kompositionen“ am besten versorgt sein soll.

Dann also lieber Barfen?

Das Barfen soll ja übersetzt DIE Biologisch ArtgeRechte Fütterung von Hunden sein. Der Hund stammt vom Wolf ab und deshalb ist er ein Fleischfresser. Aber natürlich erst, seit es die Massentierhaltung gibt. Die Massentierhaltung gibt es so richtig seit etwa 70 Jahren. Deshalb sagen die Barfverfechter auch immer „früher“, wenn sie davon reden, dass die Hunde mit viel Fleisch ernährt wurden. Früher, das war als die Massentierhaltung ihren ersten richtigen Aufschwung erlebte. Als Fleisch billig und für alle in recht großen Mengen verfügbar wurde.

Die Sache mit dem Fleisch …

Wenn man sich das frühere „Früher“ näher anschaut, kommt man schnell zu dem Schluss, dass früher „Früher“ die Hunde gar nicht viel Fleisch bekamen. Weil man gar nicht viel Fleisch hatte. Fleisch war nämlich mal was wert. Ein Rind oder auch mehrere zu halten, das war einmal eine arbeitsintensive Angelegenheit. Entsprechend war Fleisch teuer. Heute geht es nicht mehr um Klasse, sondern um Masse.

Es muss viel und billig produziert werden. Davon „profitieren“ auch die Hunde. Denn das viele Fleisch aus Massentierhaltung kommt auch ihnen zugute. So idyllisch wie auf dem Bild leben die meisten Rinder eher nicht. Die fressen auch kein Gras, sondern u. a. ganz viel genmanipulierte Soja, die z. B. aus Amerika oder Brasilien kommt.

Und werden nach wie vor mit Antibiotika vollgestopft …

2017 hat Greenpeace in einer Deutschland-weiten Aktion die Nutzung von Antibiotika in der Fleischproduktion sichtbar gemacht. Sie haben ein Gerät genutzt, das mit einer Schwarzlichtlampe zeigen kann, ob im Fleisch Antibiotika-Rückstände enthalten sind. Greenpeace hat deutschlandweit vor 32 Lidl-Filialen den Kunden beeindruckend demonstriert, wie es in dem Billigfleisch denn nun mit Antibiotika-Rückstanden aussieht. Die Kunden zeigten sich erstaunt bis schockiert.

Tetracycline sind Antibiotika, die in der Nutztierhaltung häufig eingesetzt werden. Eine Nebenwirkung ist, dass sie sich in den Knochen der Nutztiere ablagern. Diese Ablagerung wird sichtbar, wenn man das Fleisch unter UV-Licht betrachtet. Das Fleisch sieht dann gelb-weiß gesprenkelt aus.

In der herkömmlichen Nutztierhaltung werden in Deutschland jährlich 740 Tonnen Antibiotika eingesetzt. In Europa sterben aktuell jährlich etwa 25.000 Menschen durch Antibiotika-Resistenzen. Tendenz steigend. Fleisch aus Massentierhaltung ist mit schuld an diesem Trend.

Das Fleisch, das man in den meisten Barfshops kaufen kann, kommt aus den gleichen Quellen wie das Billigfleisch der Discounter. Also einmal abgesehen davon, dass man seinen Hund artgerecht füttern möchte, indem man eine nicht-artgerechte Haltung der Nutztiere in Kauf nimmt, füttert man ihn nicht nur mit Fleisch – sondern auch noch mit Antibiotika. Ganz besonders dann, wenn man ihm auch noch (Antibiotika)Knochen gibt, weil Knochenfütterung ja ganz besonders artgerecht für Hunde ist.

Barfen mit Billigfleisch kann es also auch nicht sein, das einzig wahre Konzept der Hundeernährung. Das alleine auf Fleisch basierende Prey-Modell ist sowieso raus. Solche großen Mengen Fleisch, wie man sie für beide Konzepte benötigt, das ist schwer zu leisten, ohne eine Massentierhaltung.

Und wirklich gesund sind große Mengen Fleisch auch für Hunde nicht. Eine Überversorgung mit Proteinen kann nämlich die Nieren und die Leber belasten und zu einer Vermehrung der falschen Bakterien im Darm führen. Überversorgung heißt über den Bedarf. Und wenn eine Barfration tgl. aus 70 oder 80% tierischen Bestandteilen wie Fleisch, Innereien und Knochen besteht, ist das eine Überversorgung mit Proteinen. Vorteile bringt diese Überversorgung keine mit sich.

Barfen ist also sowohl aus gesundheitlicher Sicht als auch aus ethischer und moralischer Sicht betrachtet nicht DAS Konzept zur Hundeernährung.

Das gilt selbstverständlich auch für Fertigfutter. Der Barf-Trend hat ja auch die Fertigfutter-Branche beeinflusst und Fertigfutter mit sehr hohen Fleischanteilen modern gemacht. Ohne dass es dafür eine gesundheitliche Rechtfertigung gab.

Also weder Fertigfutter noch Barf sind das einzig wahre Konzept der Hundeernährung. Was dann?

DAS Konzept: Vegetarisch, vegan oder Kochen?

Eine vegetarische – vor allem aber eine vegane Ernährung – eignen sich beim Menschen nur bedingt zur Dauerernährung. Wenn man nicht aufpasst, kann es leicht zu Nährstoffdefiziten kommen. Auch wenn diese Form der Ernährung für den Hund grundsätzlich möglich ist, ist sie nicht unbedingt sinnvoll. Sie nützt den Nutztieren leider im Endeffekt auch nicht viel. Der pro-Kopf-Fleischkonsum ist trotz steigender Anzahl an Vegetariern oder gar Veganern in Deutschland weiter gestiegen. Außerdem wird immer mehr Fleisch exportiert.

Mit großer Sorgfalt ist es auch möglich, einen Hund vegetarisch zu füttern. Bei bestimmten Erkrankungen kann eine vegetarische Ernährung für einen Hund sogar sinnvoll sein.  Daraus kann man jedoch nicht ableiten, dass eine pflanzenbasierte Fütterung grundsätzlich gut wäre für Hunde. Ohne tierische Bestandteile lässt sich nur schwer eine ausgewogene Ernährung gestalten. Deshalb taugt vegetarische oder gar vegane Ernährung nicht als ultimatives Konzept der Hundeernährung.

Für die Nutztiere ist es zudem viel hilfreicher, wenn mehr Menschen darauf achten, dass sie maßvoll mit Fleisch umgehen und eine artgerechte Haltung der Tiere unterstützen, indem sie sowohl für sich als auch ihr Haustier nur Fleisch von „glücklichen“ Tieren auswählen.

Vegetarische oder gar vegane Fütterung sind also auch nicht DAS Konzept für die Hundeernährung.

Aber … mal eine Gegenfrage: …

Wieso muss es überhaupt ein Konzept sein???

Warum glauben eigentlich so viele Hundehalter, ein Hund müsste nach einer bestimmten Methode ernährt werden? Warum denken die Leute, beim Hund müsste man Nährstoffe in mg abzählen und die Nahrungsmittel Gramm-genau abwiegen? Weshalb haben so viele Hundehalter eine solch große Angst davor, ihren Hund falsch zu ernähren?

Da schieben Leute sich eine Fertigpizza in den Ofen und während die Pizza in 15 Minuten aufgebacken wird, rechnen sie nach, wie viel Calcium ihr Hund über die abendliche Knochenmahlzeit bekommt und ob das auch den Bedarf deckt. Ob in der Pizza Calcium enthalten ist, um ihren eigenen Bedarf zu decken, das wissen sie nicht und es ist ihnen i. d. R. auch egal.

Oder sie vergleichen den Proteingehalt auf den Verpackungen vom Trockenfutter, während der Sonntagsbraten im Ofen brutzelt, von dem am Sonntagmittag dann jedes Familienmitglied so viel isst, wie es jedem mundet. Keiner von denen hat aber auch nur den Hauch einer Ahnung, wie hoch sein Proteinbedarf ist, geschweige denn, ob der gedeckt wird (bei den meisten stellt sich die Frage auch nicht, weil sie Fleisch in Massen zu sich nehmen).

Ist diese Angst, ES falsch zu machen, alleine dieser Werbekampagne für Fertigfutter aus der Mitte des letzten Jahrhunderts geschuldet? Warum brauchen die Leute ein Konzept, um ihren Hund zu füttern?

Vielleicht weil sehr viele nicht einmal mehr wissen, wie sie sich selber ernähren sollen? Immer mehr Kinder können Gemüse nicht beim Namen nennen. Sie können alle verfügbaren Pizzasorten runter leiern, hält man ihnen aber einen Brokkoli vor die Nase, müssen sie passen.

Was also ist nun DAS Ernährungskonzept für Hunde?

Ein sehr bekannter Zoologe und Verhaltensforscher hat in einem Seminar zur Ernährung von Hunden bei Verhaltensproblemen einmal gesagt, „Ein mittelgroßer Hund kann locker von den Resten einer sich gesund ernährenden Familie ernährt werden!“.

Tierarzt Dr. Rückert hat in einem Blogartikel auf humorvolle Weise dargelegt, wie man einen Hund mit der ABAM-Methode ganz unkompliziert und undogmatisch ernähren kann.

Tierarzt Dr. Dirk Schrader hat ebenfalls einen sehr undogmatischen Artikel dazu parat und findet wie seine Oma, dass so ziemlich alles aus der Küche sich für Hunde eignet, mal kreuz und mal quer, aber sauber muss es sein.

Die Antwort auf die Frage, welches DAS Ernährungskonzept für Hunde ist, ist schlicht und ergreifend, dass es nicht DAS Konzept der Ernährung von Hunden gibt. Die oft sehr dogmatisch geführten Diskussionen um diese Frage sind folglich völlig überflüssig. Extreme – wenn also die Waage in eine Richtung ausschlägt – das wissen wir alle, sind niemals der richtige Weg.

Die Lösung dieses Problems findet sich häufig in der eigenen Ernährung. Wer sich damit ausgiebig befasst, sich mit Nahrungsmitteln befasst, der lernt automatisch auch, was seinem Hund gut tun könnte. Zumindest wäre das oft ein sehr guter Anfang.

Wie man undogmatisch Rationen für den Hund gestalten kann, erfährst du z. B. HIER (wenn du mal selber kochen möchtest) oder auch HIER (wenn du Fertigfutter einbeziehen möchtest).

Du kannst heute für deinen Hund kochen und morgen Fertigfutter mit frischen Essensresten aufpeppen. Übermorgen gibt es eine vegetarische Ration und Überübermorgen gibt es dann eine Barfration. So what …

Quellen:
Evaluation of the effect of dietary vegetable consumption on reducing risk of transitional cell carcinoma of the urinary bladder in Scottish Terriers – PubMed (nih.gov),
Gentechnik: Leben aus dem Labor

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Über Anke Jobi 87 Artikel
Anke Jobi, 1967 geboren, wohnt im oberbergischen Land in der Nähe von Köln. Sie ist zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde, Buchautorin (Clean Feeding) und schreibt als freie Autorin für diverse Printmagazine.

15 Kommentare

  1. Ich glaube auch, dass es vor allem wichtig ist, dass der Hundehalter mit der Fütterung zeitlich, finanziell und ethisch zurecht kommt. Es gibt kein richtig und kein falsch. Vielleicht gibt es eine gute Ernährung und eine bessere Ernährung. Ich meine auch, dass es auf den Hund ankommt. Neben Erkrankungen, Erfahrungen und Vorlieben gibt es sicher noch viele individuelle Aspekte. Wie bei uns Menschen. Ich lebe seit gut einem Jahr das intermittierende Fasten und esse sieben Mahlzeiten in der Woche. Viele sagen mir, dass sie das nicht könnten. Ich aber fühle mich damit richtig gut. Gerade die Fastentage sind für mich so gut und das Essen hat eine andere Wertigkeit bekommen. Ich genieße Essenszeiten und gönne mir dann absolute Ruhe…

    Also mehr Mut und weniger Angst beim Füttern…

    Ich koche für Socke und die Blutbilder sprechen für sich, auch wenn viele diese Fütterung nicht für richtig erachten. Aber wenn es Socke schmeckt und sie nährt…

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

    • Hallo liebe Sabine,

      ja, das sehe ich auch so. Es gibt ganz viele individuelle Faktoren, die eine Rolle spielen und das muss auch jeder für sich individuell entscheiden. Ich persönlich mache mit gekochten Rationen auch immer wieder sehr gute Erfahrungen. Habe oft das Gefühl, dass diese den Hunden sehr gut tun. Trotzdem bleibe ich bei weitgehend roh, nicht zuletzt, weil ich etwas faul bin 😀

      Oh, da bewundere ich dich, ich weiß auch nicht, ob ich das schaffen würde mit dem Fasten. Ich muss allerdings sagen, seit ich meinen Darm auf Vordermann gebracht habe und sicher auch durch meine ziemlich nährstoffreiche Ernährung esse ich viel, viel weniger als früher. Ich hab einfach nicht so viel Hunger, esse oft auch nur zwei Mahlzeiten am Tag und Zwischenmahlzeiten außer vielleicht mal ein kleines bisschen Obst gar nicht. Man muss halt auch einfach schauen, was dem Körper gut tut.

      Liebe Grüße
      Anke

        • Hallo Petra,

          du meinst meine eigene? Ich esse wenig Fleisch und das nur vom Bauernhof, sehr viel Salat und Gemüse, fast nur Bio-Vollkornbrot (das Getreide wird direkt vor dem Backen gemahlen, so bleiben die Nährstoffe erhalten), bisschen Obst, quasi keinen Zucker, außerdem trinke ich jeden Tag ein Vitalstoffkonzentrat (kriegen meine Hunde auch 😀 ). Darmpflege ist auch wichtig, dadurch sorgt man dafür, dass die Nährstoffe auch wirklich gut aufgenommen werden können.

          Liebe Grüße
          Anke

  2. Liebe Anke, der Bericht über das „richtige Ernährungskonzept“ war wirklich sehr interessant. Auch der Blog von Dr.Rückert ist wunderbar geschrieben und hat mich sehr nachdenklich gemacht. Dr. Schraders Bericht fand ich auch sehr gut. Beide haben volllkommen Recht, dem Hundebesitzer wird erzählt, was der Industrie die Taschen füllt. Anke ,ich muß dir sagen: seid ich diese Gruppe kenne und deine interessanten Berichte lesen kann, was Hund betrifft, habe ich so viel wissenswertes erfahren können (und das ist keine Schmeichelei), dafür freue ich mich sehr und sage Danke. Liebe Grüße Beate

  3. der Pro-Kopf-Fleischkonsum bei den Menschen ist insgesamt gesunken Anke. Besonders Schweinefleisch wird weniger konsumiert, Rind und Geflügel haben sich leider leicht erhöht. Soviel zur Einsicht von Vegaetariern und Veganern aus ethischer Motivation 😉
    Ein Tag mal ohne Fleisch tut auch unseren Hunden gut und wird meist gerne gefressen!
    Liebe Grüße
    Annette

    • Hallo Anette,

      ja, so die offiziellen Statistik-Zahlen. Ich kann die Quelle jetzt leider nicht mehr finden zu meiner Aussage bzgl. pro-Kopf-Konsum. Ich glaube, es hat etwas mit dem gestiegenen „Außer-Haus-Verzehr“ zu tun, bin mir aber nicht mehr sicher. Eigentlich ist es aber auch „Wurst“, was ich sagen will, bzw. wollte, war ja nur, dass wir z. B. trotz der viele Veganer und Vegetarier nicht recht vom Fleck kommen. Der Metzger-Beruf stirbt quasi aus, weil das kaum noch jemand machen will, wodurch die Fleischverarbeitung weiter in industrielle Hand rutscht. Und dass die Fleischwirtschaft sicher nicht aufgibt, kann man gut in den Berichten zur wirtschaftlichen Entwicklung lesen.

      Definitiv, ja ein mal fleischfreier Tag tut allen gut 😀

      Liebe Grüße
      Anke

  4. Zum Artikel selbst habe ich wenig zu sagen. Nur eine kleine „Berichtigung“. Herr Dirk Schrader ist kein Dr. Schrader, sondern einfach nur Tiermediziner Dirk Schrader.

    • Hallo Friederike,

      woher du diese Information hast, kann ich nicht beurteilen, ich finde zumindest im Netz dazu keine eindeutige Aussage. Ich habe aber auch mindestens einen Eintrag gefunden, wo er als Dr. med. bezeichnet wird. Letztendlich macht das aber – soweit ich weiß – auch keinen allzu großen Unterschied, studiert hat er wohl mit Sicherheit und praktische Erfahrung von 40 Jahren dazu. Falls du eine zuverlässige Quelle zur Aussage hast, darfst du die gerne hier verlinken.

      Liebe Grüße
      Anke

    • Dirk Schrader, prakt. Tierarzt
      Jahrgang 1944
      Studium in Berlin
      Gründer und lt. Tierarzt seit 1973
      Dirk Schrader hat Tiermedizin studiert, wie jeder Tierarzt. Er hat nur seinen Doktortitel nicht geschrieben, eben wie viele andere Mediziner

  5. Das klingt echt toll, ich mache mir mittlerweile seit Monaten einen Kopf darüber, wie ich unsere Hunde ordentlich ernähre (bei mir selber funktioniert die Theorie halbwegs, nur in der Praxis ist das Fleisch dann oft schwach).
    Allerdings habe ich zwei Besonderheiten bei meinen Hunden, zum einen haben wir einen frisch diagnostizierten IBD-Patienten, bei dem ich jetzt gar nimmer so richtig weiß, wie ich ihn am besten füttere, zum anderen möchte ich den anderen beiden, die sehr intensiv für Flyball trainieren, für das Training und vor allem auch Turniertage die beste Versorgung bieten. Hättest du dazu vielleicht einige Empfehlungen zum Weiterlesen/Recherchieren? Danke und LG!

    • Hallo Isabell,

      die IBD ist sehr individuell. Man muss da probieren, was der Hund verträgt. Das Futter sollte am besten:

      – leicht verdaulich sein (am besten gegart)
      – Entzündungshemmer beinhalten (Omega 3 Fettsäuren)
      – ansonsten eher fettarm, am besten mit Kokosöl (mittelkettige Fettsäuren, werden besser vertragen)
      – Ballaststoffe (enthalten Präbiotika für den Darm, z.B. Vollkorngetreide wie Haferflocken, Topinambur, Chicorée) enthalten
      – Probiotika für den Darm geben. IBD steht in Zusammenhang mit einem Leaky Gut Syndrom, ein „löchriger“ Darm
      – Ausreichende Versorgung mit allen Nährstoffen gewährleisten, eventuell eine Komplettergänzung geben.

      In dem Buch „Nutrigenomik für Hunde“ von Dr. Dodds und D. Laverdure findest du diesbzgl. einige hlfreiche Informationen.

      Alles Gute und liebe Grüße
      Anke

  6. Super, ganz lieben Dank für den Artikel, den ich übrigens entdeckt habe, da ich nach „Tetracyclinen in Knochen“ suchte. Darauf bin ich vor Kurzem auch gestossen und für mich kommen Knochen nicht mehr in den Napf – Danke!

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