Nahrungsergänzungen für Hunde – Meine Top 8 Liste

Nahrungsergänzungen spielen in der Hundeernährung eine große Rolle, vor allem natürlich bei der Frischfütterung. In diesem Artikel stelle ich dir meine Top 8 Liste der optionalen Nahrungsergänzungen vor, die ich meinen beiden Hunden immer mal wieder sehr gerne zum Futter gebe.

Algen

Algen sind recht bekannte und häufig genutzte Nahrungsergänzungen, so auch für Hunde. Sie sind sehr nährstoffreich und enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, ungesättigte Fettsäuren, Antioxidantien, viel pflanzliches Eiweiß, Beta-Carotine sowie die Farbstoffe Chlorophyll und Phycocyanin. Meeresalgen sind zudem eine sehr gute Quelle für Jod. Die unterschiedlichen  Algenarten werden sowohl zur einfachen Nährstoffergänzung eingesetzt, als auch zur Entgiftung, gegen schlechten Geruch, zur allgemeinen Stärkung und  zur Stärkung des Immunsystems.

Wirkweisen:

  • Jodversorgung
  • Entgiftung
  • Bludbildende Wirkung
  • Unterstützung Stoffwechsel u. Immunsystem

Bei der Frischfütterung wird sehr häufig das Seealgenmehl der Alge Ascophyllum Nodosum (auch Knotentang genannt) gefüttert. Die Alge zählt zu den Braunalgen und wird vor allem zur Jodversorgung genutzt. Die meisten natürlichen Nahrungsmittel enthalten leider nicht ausreichend Jod, um die Versorgung zu sichern. Aus diesem Grund nutzen wir Menschen häufig jodiertes Speisesalz. Das Seealgenmehl sollte einen Anteil von etwa 0,05 % Jod enthalten.

Zur Entgiftung verwendet man häufig die Süßwasseralge Chlorella. Diese ist in der Lage, vor allem Schwermetalle zu mobilisieren und dann an sich zu binden, welche dann über den Darm ausgeschieden werden. Spirulina, ebenfalls eine Süßwasseralge, wird meist als Ergänzung eingesetzt, welche aufgrund ihrer Nährstoffdichte das Immunsystem unterstützen kann und so z. B. auch bei allergischen Erkrankungen hilfreich sein kann.

Algen zur Immunstärkung oder auch Entgiftung sollten Kurweise als Nahrungsergänzungen angewendet werden. Mittlerweile sind leider viele Algen mit Schadstoffen belastet, daher sollte man beim Kauf auf Qualität achten. Ein Biosiegel kann da sicherlich nicht schaden.

Bierhefe oder B-Vitamine

Bierhefe und B-Vitamine werden bei Hunden sehr häufig als Nahrungsergänzungen genutzt. Vor allem ist die Bierhefe beliebt wegen ihrer Fell- und hautfreundlichen Eigenschaften und wird gerne zu Zeiten des Fellwechsels als Unterstützung gegeben. Die Wirkung basiert auf ihrem hohen Gehalt an B-Vitaminen. Besonders der hohe Gehalt an Biotin wirkt positive auf Haut und Fell.

Die Bierhefe kann aber noch mehr, so enthält sie außerdem weitere Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, außerdem Aminosäuren und Enzyme. Sie eignet sich in Stresszeiten zur Beruhigung, unterstützt die Darmfunktionen (auch die Darmflora) regt den Stoffwechsel an und kann sich auch bei Verdauungsschwächen positiv auswirken.

Bei Hunden, welche zu Blasen- Nierensteinen neigen (z. B. Dalmatiner), sollte man mit Bierhefe vorsichtig sein. Bierhefe hat einen hohen Puringehalt und Purine fördern die Bildung solcher Steine. Leidet ein Hund an einer Nierenerkrankung, sollte man aufgrund des hohen Phosphorgehalts von Bierhefe ebenfalls zurückhaltend mit der Gabe als Nahrungsergänzung sein.

Wirkweisen:

  • Haut- und Fellpflege
  • Stärkung der Nerven
  • Unterstützung der Darmfunktionen
  • Parasitenabwehr

Bierhefe wird, wie schon erwähnt i. d. R. kurweise angewendet, so kann sie den Fellwechsel sinnvoll unterstützen. Ihre Eigenschaft als Parasitenabwehr hat sie nur indirekt. Durch die positive Auswirkung auf das Hautmilieu wirkt der Hund weniger anziehend auf Zecken.

Außerdem haben die B-Vitamine auch eine beruhigenden Effekt, weshalb sie auch eine sinnvolle Nahrungsergänzung für gestresste, unruhige oder auch unsichere Hunde sind.

Falls der Hund die Bierhefe nicht gut verträgt oder man aus anderen Gründen keine Bierhefe als Nahrungsergänzung geben möchte, kann man dem Hund auch ein Vitamin-B-Komplexmittel ins Futter geben.

Chia-Samen

Die kleinen Samen der Chia-Pflanze, welche zur Gattung des Salbeis gehört, werden zu den sogenannten „Superfoods“ gezählt. Dies hat seinen Grund in der sehr großen Nährstoffdichte der Chia-Samen.

Chia-Samen enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Antioxidantien, Ballaststoffe, Proteine und einen herausragend hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren. Nur 25g der Chia-Samen decken 308% (!!) des Tagesbedarfs eines erw. Menschen an Omega-3-Fettsäuren. Entsprechend haben die Samen natürlich eine entzündungshemmende Wirkung.

Auch Hunde können von Chia Samen als Nahrungsergänzungen profitieren, in Amerika arbeiten viele Tierärzte bei verschiedenen Erkrankungen wie z.B. Arthritis, Diabetes oder auch Hautentzündungen mit Chia-Samen.

Wirkweisen:

  • Versorgung mit Nährstoffen
  • Stärkung Immunsystem
  • Entzündungshemmend
  • Fördern Stoffwechsel und Zellaufbau
  • Regulierung von Cholesterinspiegel, Blutdruck und Blutzuckerspiegel
  • Entgiftend
  • Förderung der Wundheilung
  • Förderung der Gehirndurchblutung und Leistungsfähigkeit

Chiasamen haben eine hohe Wasserbindungsfähigkeit. Daher sollten sie vor der Fütterung für etwa 10 Minuten in Wasser eingeweicht werden. So entsteht eine gelartige Paste, welche in das Futter gemischt werden kann. Hunde erhalten bis 10 kg ca. 1/2 TL, bis 20 kg ca. 1 TL, über 20 kg ca. 2 TL, über 30 kg ca. 1 TL täglich. Bei Erkrankungen können Chia-Samen über einen längeren Zeitraum gegeben werden, ansonsten kann man sie hin und wieder zum Futter geben.

Die beste Verfügbarkeit der Nährstoffe erreicht man übrigens, indem man die Samen unmittelbar vor der Fütterung mit einer Mühle zu Pulver mahlt. Ich habe z. B. eine alte Kaffemühle aus Großmutters Zeiten, damit kann ich Samen und kleine Mengen Getreide prima fein mahlen. Wichtig ist, dass man nicht auf Vorrat mahlt, da durch die Lagerung Nährstoffe verloren gehen.

Effektive Mikroorganismen

Die Effektiven Mikroorganismen, kurz EM genannt, bilden eine Mischkultur, welche überwiegend aus Milchsäurebakterien, Hefen, Photosynthesebakterien und Actinomyceten (Bakteriengattung) besteht – eine Mikrobenmischung, welche sich aus jahrmilliardenalten Stämmen winziger Lebewesen zusammensetzt. Nur aus dem Zusammenwirken dieser Mikrobenstämme entsteht ihre vielfältige Wirksamkeit. Ihren Ursprung haben sie in Japan, wo ihre Rezeptur noch lange nach der Entdeckung geheim gehalten wurde. Weltweit bekannt gemacht wurden sie u. a. durch den japanischen Professor Teruo Higa.

Sowohl bei Tieren als auch bei Menschen können sie eingesetzt werden, um das Darmmilieu ins Gleichgewicht zu bringen, den Stoffwechsel zu fördern, das Immunsystem zu modulieren, Heilungsprozesse zu unterstützen oder auch Juckreiz zu lindern. EM können sowohl innerlich als auch äußerlich zum Einsatz kommen.

Das Originalprodukt EM wird wegen gesetzlicher Grundlagen nur als Bodenhilfsstoff vertrieben udn nicht als Nahrungsergänzungen. Es gibt mittlerweile für alle Bereiche jedoch eine Vielzahl spezieller Produkte, für Hunde z. B. EMIKO® PetCare .

Wirkweisen:

  • Darmsanierung
  • Stärkung des Immunsystems
  • Förderung der Wundheilung
  • Neutralisierung von Gerüchen und Ausdünstungen
  • Heilung von Hautirritationen
  • Verminderung von Parasitenbefall
  • Förderung der Futterverwertung (höhere Nährstoffaufnahme)
  • Kann den Appetit anregen
  • Verbesserung der Fruchtbarkeit

Hunde können EM direkt ins Futter bekommen. Dabei sollte man mit wenig beginnen (einschleichen) und langsam steigern. Die Dosierung richtet sich nach dem gewählten Produkt. Für eine Darmsanierung sollte die Anwendung mindestens 4-6 Wochen betragen.

Achtung: EM dürfen nicht regelmäßig pur ins Maul gegeben werden, da dies wegen dem Säuregrad den Zähnen schaden würde!

Zur Fellpflege kann man etwas EM direkt auf die Hände geben und dem Hund damit über das Fell streichen.

Wer sich mit dem Thema Effektive Mikroorganismen näher auseinander setzten möchte, dem kann ich das Buch EM kompakt von Dr. Anne Katharina Zschocke empfehlen.

Gerstengraspulver

Gerstengras ist ein Multitalent und ich bin schon seit Jahren ein Fan. Es wird bezeichnet als eines der gesündesten Lebensmittel weltweit. Im Gerstengras finden sich eine Fülle von Nährstoffen, so enthält es viele Vitamine, Mineralien, Enzyme, Proteine, Flavonoide, Antioxidantien, ungesättigte Fettsäuren und Chlorophyll. Der japanische Wissenschaftler  Dr. Hagiwara hat Gerstengras 40 Jahre lang unter die Lupe genommen. Er ist der Meinung, dass Gerstengras die nährstoffreichste Landpflanze ist und bezeichnet Gerstengras als „die Landpflanze der 100-jährigen“. Der japanische Dermatologe Dr. Tatsuo Muto hat in klinischen Studien bewiesen, dass  Gerstengras verjüngend auf alternde Zellen wirkt.

Als Gerstengras werden die jungen Pflanzen des Getreides Gerste bezeichnet. Man kann Gerstengras aus den Samen der Gerste selber ziehen und dann zu Saft verarbeiten. Oder man greift auf Gerstengraspulver zurück, dann aber möglichst in Bio-Qualität.

Aufgrund seiner Zusammensetzung und Nährstoffdichte kann Gerstengras sehr vielfältig eingesetzt werden. Es stärkt das Immunsystem, versorgt den Organismus mit Nährstoffen, wirkt entgiftend, fördert die Verdauung, unterstützt den Zellaufbau, wirkt ausgleichend auf den Säure-Basen-Haushalt, hemmt Entzündungen und hat sehr positive Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt. In einer japanischen Studie wurde gezeigt, dass bei chronischen Darmerkrankungen mit Gerstengras wesentliche Verbesserung der Symptome erzielt werden kann. Auch eine stimmungsaufhellende Wirkung kann aufgrund des enthaltenen Serotonins bewirkt werden.

Wirkweisen:

  • Stärkt das Immunsystem
  • Versorgt den Organismus mit vielen Nährstoffen
  • Wirkt unterstützend bei entzündlichen Erkrankungen und Infektionen
  • Wirkt stimmungsaufhellend, beruhigend und entspannend
  • Kann bei chronischen Darmerkrankungen die Symptome lindern und die Darmflora positiv beeinflussen
  • Wirkt unterstützend bei allergischen Erkrankungen
  • Eignet sich zur Futteraufwertung optimal, da die Gabe unkompliziert ist und die Akzeptanz hoch (viele Hunde fressen sehr gerne Gras!)
  • Hemmt Symptome einer Magenübersäuerung
  • Unterstützt die Funktionen von Leber und Bauchspeicheldrüse
  • Stärkt die Knochen
  • u.v.m.

Am einfachsten kann man Gerstengras beim Hund als Pulver anwenden. Das Pulver kann einfach unter das Futter gemischt werden (auch unter Fertigfutter!), wird gut vertragen und hat keine Nebenwirkungen. Man kann Gerstengraspulver entweder als Kur anwenden, dann gibt man 2 x tgl. 1 TL zum Futter dazu oder einfach zur Futteraufwertung immer mal wieder zufüttern.

 Hanf

Hanf ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt und zeichnet sich durch eine sehr hohe Nährstoffdichte aus. Wegen dieser Nährstoffdichte werden sie häufig auch als „Vitalnüsschen“ bezeichnet. Lange Zeit waren die einmal sehr nützlichen Pflanzen  wegen ihrer Rauschwirkung verrufen, mittlerweile entdeckt man aber wieder mehr und mehr ihren gesundheitlichen Nutzen und Hanfsamen (aus denen auch das Speiseöl hergestellt wird) werden immer häufiger zu den sogenannten Superfoods gezählt.

Hanfsamen enthalten eine Reihe wichtiger Nährstoffe, so viele Vitamine, Mineralstoffe (besonders viel Eisen und Magnesium) und auch hohe Mengen hochwertiges Eiweiß. Auch ihr Fettsäurenprofil zeichnet sie aus, da das Verhältnis der essentiellen Fettsäuren Omega-3 und Omega-6 in einem guten Verhältnis vorliegt.

Hanfsamen als Nahrungsergänzungen können die Ernährung des Hundes sehr gut aufwerten, da sie so nährstoffreich sind. Man kann sie sowohl geschält als auch ungeschält kaufen. In den Schalen befinden sich allerdings hauptsächlich Ballaststoffe, sie dienen vorrangig dem Schutz der Samen, daher werden die Samen ohne die Schalen auch relativ schnell ranzig. Geschälte Hanfsamen sollten kühl und trocken, jedoch nicht allzu lange gelagert werden. Ich würde für den Hund zu den geschälten raten, da bei diesen die Nährstoffe für den Hund am ehesten verfügbar sind.

Man kann die geschälten Hanfsamen einfach zum Futter geben und die Rationen so aufwerten. Auch z. B. bei Erkrankungen, wo Entzündungsprozeße beteiligt sind, empfiehlt sich die Ergänzung aufgrund des guten Verhältnisses der essentiellen Fettsäuren.

Wirkweisen:

  • Unterstützung des Immunsystems
  • Positive Effekte auf Herz-Kreislauf-System
  • Versorgung mit Nährstoffen, z. B. bei der Rekonvaleszenz
  • Schützen vor Zellschädigung durch Antioxidantien
  • Hilfreiche Unterstützung bei entzündlichen Erkrankungen wie z.B. Dermatitis, Arthrose, Arthritis, usw.

Eine allgemeingültige Dosierungsformel gibt es nicht, je nach Größe des Hundes kann man 1 TL – 1 EL zum Futter geben.

Kokosöl

Kokosöl enthält etwa 92 % gesättigte Fettsäuren, was auf den ersten Blick zunächst ungünstig erscheint. Trotzdem ist Kokosfett sehr gut geeignet, das Hundefutter aufzuwerten. Es enthält ein Großteil mittelkettige Fettsäuren, welche über die Leber direkt in die Blutbahn aufgenommen werden, ohne dass sie vorher von den Lipasen (Enzyme zur Fettverdauung) aufgespalten werden müssen. Zur Verdauung der mittelkettigen Fettsäuren sind lediglich minimale Mengen an Enzymen aus der Bauchspeicheldrüse und keine Gallensäuren notwendig. Aus diesem Grund ist das Kokosfett leichter verdaulich und so besser verträglich. Bei Hunden, die Fett nur schlecht vertragen können (z. B. bei Leber- oder Bauchspeicheldrüsenerkrankungen), kann Kokosöl daher hilfreich sein.

Kokosöl enthält einen Stoff, der eine wurmwidrige Wirkung hat. Eine regelmäßige Gabe zum Futter kann daher helfen, einen Wurmbefall zu verhindern. Es hat antivirale, antibakterielle und antimykotische Eigenschaften, kann die Erhaltung sowie auch Wiedererlangung der Gesundheit die sehr gut unterstützen. Auf den Stoffwechsel hat Kokosöl eine anregende Wirkung und kann so mit dazu beitragen, einen trägen Stoffwechsel wieder auf Trab zu bringen. Und last but not least – die enthaltene Laurinsäure hat eine abwehrende Wirkung auf Zecken, weshalb es äußerlich angewendet sehr gut die Zeckenprophylaxe unterstützen kann. Wenn du noch mehr über die alternativen Möglichkeiten der Parasitenabwehr wissen möchtest, kannst du HIER die verschiedenen Beiträge zu Würmern, Zecken und Co nachlesen.

Zur innerlichen Anwendung kann man täglich oder auch hin und wieder 1 TL Kokosfett zum Futter geben.

Leinsamen

Leinsamen enthalten viel Eiweiß und einen hohen Anteil an Ballaststoffen, weshalb sie gerne bei Problemen mit der Verdauung eingesetzt werden. Sie können sowohl bei Verstopfung als auch bei Durchfall eingesetzt werden, was an der Flüssigkeitsbindung liegt. Weicht man sie vor der Fütterung in Wasser ein, können sie das Kotvolumen erhöhen und helfen so bei Verstopfung. Gibt man sie trocken, binden sie das Wasser im Verdauungstrakt und helfen gegen Durchfall.

Leinsamen enthalten zudem einen sehr hohen Anteil der guten Omega-3-Fettsäuren und Mineralstoffe wie z. B. Selen. Um die Nährstoffe gut verfügbar zu machen, sollte Leinsamen am besten kurz vor der Fütterung geschrotet werden (nicht geschrotet kaufen!).

Blausäure in Leinsamen: Leinsamen enthalten etwa 0,2 mg Blausäure pro Gramm. Als giftig gilt für Menschen eine Dosis von 1-2 mg pro kg Körpergewicht, für Hunde eine Dosis von 2 mg pro kg Körpergewicht an reiner Blausäure. Ein Hund, der 20 kg wiegt, müsste 200 g Leinsamen fressen, um die toxische Wirkung zu erreichen. Da man Leinsamen nur in kleinen Mengen füttert, ist die enthaltene Blausäure nicht sonderlich relevant. Wer dennoch besorgt ist, kann die Leinsamen kurz aufkochen, dann verdampft die Blausäure.

Leinsamen stehen im Verdacht, die Jodaufnahme zu hemmen, daher sollte man sie nicht in allzu großen Mengen als Nahrungsergänzungen füttern.  Durch Kochen kann diese sogenannte goitrogene Aktivität reduziert werden.

Noch mehr Infos zu Nährstoffen und Nahrungsergänzungen kannst du in meinem Online-Kurs zu den Nährstoffen und Nahrungsergänzungen erhalten.

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Über Anke Jobi 87 Artikel
Anke Jobi, 1967 geboren, wohnt im oberbergischen Land in der Nähe von Köln. Sie ist zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde, Buchautorin (Clean Feeding) und schreibt als freie Autorin für diverse Printmagazine.

6 Kommentare

  1. 2ter Versuch nach ca. 1Monat:

    Guten Tag, ich habe eine Frage zu Bierhefe:
    mein Hund hat laut Blutuntersuchung einen leichten Mangel an B-Vitaminen (12, 6 und 9 bzw. Folsäure),
    deshalb hatte ich als Ergänzung sofort Bierhefe gekauft.

    Heute war ich nochmal bei einem Tierarzt mit Schwerpunkt Dermatologie, die Ärztin hatte zwar nichts gegen Bierhefe,
    aber Sie meinte es wäre besser gezielt Vitamin-B Präparate zu geben, weil der Hund Bierhefe NICHT synthetisieren kann.

    Da war ich total überrascht, das habe ich noch nirgendwo gehört/gelesen.
    Wenn das stimmt, warum wird dann überall Bierhefe für den Hund empfohlen und angeboten ?

    Für eine Rückantwort bedanke ich mich im voraus.

    • Hallo,

      ich hatte deinen Kommentar schon vor ca. 1 Monat benatwortet, hattest du die Antwort nicht gelesen? Leider hatte ich vor einigen Tagen ein technisches Problem mit der Webseite und alle Aktualisierungen (so auch Kommentare) der letzten Wochen wurden gelöscht.

      Hier noch einmal kurz zusammengefasst die Antwort: Was deine Tierärztin gesagt stimmt so nicht, es ist aber trotzdem nicht ganz falsch. Das Problem ist, dass Bierhefe nicht alle B-Vitamine enthält, so z. B. kein Vitamin B 12. Bei einem Mangel wäre es daher natürlich sinnvoller, einen entsprechenden Komplex zu geben, wie dir empfohlen wurde.

      Liebe Grüße
      Anke

  2. Hallo liebe Anke,
    ich möchte bei meinem Hund (schwerer Allergiker) eine Darmsanierung paralel mit einer Futterumstellung durchführen. Ich hoffe, dass sich mit der Umstellung und dem Zeitgleichen Darmaufbau eine Besserung der Gesamtsituation ergibt.
    Hierzu habe ich schon deinen Beitrag in Sachen Probiotika gelesen und für dein Wiederaufbau der Darmflora deine empfohlenen Präparate SymbioPet für den Dünndarm sowie das EM SAN Pet für den Dickdarm bestellt.

    Meine Frage nun:
    Sollte man vor dem Darmaufbau mit SymbioPet und EM SAN Vet eine Darmentgiftung mit dem Zeolith durchführen?
    Oder kann ich alle drei Produkte gleichzeitig anwenden?
    Ich bin hier wirklich etwas überfragt, wie ich das ganze angehe ob erstmal Entgiftung mit Zeolith und im Anschluss Aufbau mit SymbioPet und EM SAN Vet oder alles in einem Zuge?

    Ich danke dir vorab und sende liebe Grüße,
    Jasmin.

    • Hallo liebe Jasmin,

      grundsätzlich muss man mit Zeolith etwas aufpassen, denn es ist ja Heilerde. Diese kann die Säureproduktion im Magen hemmen, was natürlich auch negative Aspekte mit sich bringen kann. Da du schreibst, dass dein Hund schwerer Allergiker ist, würde ich in kleinen Schritten vorgehen. Zudem würde ich dir da eigentlich auch raten, dir Unterstützung von einer Ernährungsberaterin oder eventuell auch Tierheilpraktikerin zu holen. Oder du arbeitest dich so tief in die Materie ein, dass du alle möglichen (Neben)Wirkungen auch alleine relativ gut überblicken kannst …

      Liebe Grüße
      Anke

  3. Hallo Anke .

    Ich habe Kürzlich einen Artikel im Ärzteblatt gelesen, das B12 aus Chlorella und Spirulina nicht gut Bioverfügbar ist und vom menschlichen Körper können anscheinend die meisten Nährstoffe nicht aufgenommen werden. Wie sieht es da bei Seealge und Jod aus? Kann es sein, dass das Jod aus der Seealge garnicht verwertet werden kann (für den Hund) ? Das würde ja die Seealge unnütz machen ?!

    Liebe Grüße Janine

    • Hallo Janine,

      hm, ich kenne jetzt den Artikel nicht. Ich gehe aber mal davon aus, dass es sich so verhält wie bei anderen Nährstoffen auch. Man macht oft den Fehler, bei solchen Aussagen zu unterstellen, nicht gut verfügbar wäre gleichbedeutend mit wertlos. Das heißt ja aber letztendlich nur, dass es in der Menge weniger wird. Dass Jod aus Algen wertlos ist, denke ich nicht.

      Liebe Grüße, Anke

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