Meine 5 Neujahrsvorsätze für nachhaltigere Hundeernährung

2020 war ein besonderes Jahr. Umso mehr fragt man sich, was das neue Jahr bringen wird und vielleicht auch, was man selber tun kann, damit es ein gutes Jahr wird. Zumindest mir geht es so, dir vielleicht auch. Ich habe mich deshalb dieses Jahr besonders gefragt, welche Punkte ich in meinem persönlichen Leben angehen und besser machen kann. Und da mir das Thema Ernährung sehr am Herzen liegt, habe ich mir vorgenommen, auch die Ernährung meiner Hunde noch ein Stück weit besser und nachhaltiger zu machen.

Wie, NOCH nachhaltiger???

… fragst du dich vielleicht jetzt. Ja, auch ich kann es besser machen. Ich bin nämlich alles andere als perfekt und auch mir passiert, was anderen passiert … ich lasse Sachen schleifen. Mal aus Bequemlichkeit, mal weil ich Stress habe, mal weil ich vergessen habe einzukaufen … Und manchmal ist es einem auch einfach mal egal, ich denke, das geht jedem so.

Oder aus Frust. Man schaut raus in die Welt und denkt: So viel Mist, warum soll ich kleine Person mich anstrengen, wenn sich sonst kaum einer anstrengt und es den anderen anscheinend egal ist. Kennst du das?

Ich brauche Inspiration!

Damit ich „am Ball bleibe“, brauche ich immer wieder mal Inspiration. Meist hilft es mir, wenn ich von anderen Menschen höre oder lese, die sich richtig ins Zeug legen, um die Welt besser zu machen. Bücher können bei mir wahre Wunder bewirken.

Ich habe mir also überlegt, welche Punkte rund um die Ernährung meiner Hunde ich gerne verbessern möchte und was ich dieses Jahr angehen will, um das zu erreichen.

Punkt 1: Ich will ENDLICH Gemüse anbauen

Seit Jahren habe ich das im Sinn, es bis jetzt aber noch nicht geschafft, umzusetzen. Es kam immer etwas dazwischen. Aber in diesem Jahr möchte ich endlich zum Gemüseanbauer werden. Weil ich blutiger Anfänger bin, brauche ich natürlich Unterstützung. Das WWW hat diesbezüglich zum Glück viel zu bieten und ich habe mir schon einiges an Tipps bei Marie und ihrem Blog Wurzelwerk geholt. Einer der wichtigsten Tipps: klein anfangen! Sonst ist man schnell überfordert und das Projekt Gemüseanbau ist schneller gestorben, als man Gemüse ernten kann. Also werde ich erst mal mit einer kleinen Fläche anfangen und das anbauen, was nicht allzu kompliziert ist.

Ich bin auch nicht unbedingt mit einem „grünen Daumen“ gesegnet. Meine Wohnung ist zwar voll mit Grünpflanzen, diese begleiten mich aber fast alle schon unzählige Jahre und haben zu Anfang eine Art Überlebenstraining absolviert. Nur jene, die mit meinen Gießmethoden (manchmal 2-3 Wochen kein Wasser, ich vergesse das schlicht) zurecht kommen, sind geblieben.

Ich finde es absolut erstrebenswert, im Einklang mit der Natur zu essen (oder auch zu füttern) und dafür ist saisonales Gemüse aus dem eigenen Garten natürlich optimal. Daher …

Punkt 2: wieder mehr saisonal einkaufen

Saisonales Gemüse einkaufen ist mitunter gar nicht so leicht. Viele Geschäfte und Supermärkte orientieren sich viel mehr an den Exoten als am heimischen Gemüse. Man findet eher eine Avocado aus Südamerika als Topinambur aus der Region. Das mit dem Einkaufen ist ja eh so eine Sache geworden: Spaß macht das nicht mehr, seit man dabei eine Maske tragen muss. Ich mache das daher nur wenn ich muss und dann so schnell wie möglich. Im Bioladen, der etwas weiter weg ist, war ich seit Monaten nicht mehr. Das möchte ich jetzt aber wieder ändern. Denn das Beste, was man für die Gesundheit tun kann, ist neben ausreichend viel Bewegung eine gute Ernährung. Und der Bioladen ist noch am ehesten geeignet, saisonales Gemüse zu bekommen, zumindest hier bei uns.

Punkt 3: mehr kochen, damit mehr für die Hunde übrig bleibt

Dass die Hunde Reste bekommen von unseren Mahlzeiten ist völlig normal. Es bleibt aber meist gar nicht so viel übrig für die Hunde. Das heißt dann, dass für die Hunde extra etwas zubereitet werden muss, was einen zusätzlichen Energieaufwand bedeutet. Frische Gemüsemixe mache ich natürlich extra für die Hunde, alleine, weil mein Mann und ich nicht gerne „Gemüsepampe“ essen. Aber Nudeln, Kartoffeln, Reis, etc. ist für alle gleich, deshalb werde ich verstärkt darauf achten, dass es auch für alle 4 reicht.

Punkt 4: Fleisch aus der Region kaufen

Wir kaufen unser Fleisch ausschließlich beim guten Metzger und im Hofladen ein. Für die Hunde bekomme ich da aber nicht immer was und zum Hofladen bin ich außerdem in Pandemiezeiten nicht mehr oft hingefahren. Daher habe ich Fleisch wieder vermehrt im Online-Barfshop bestellt, was mir aber angesichts der Verpackungs(un)mengen nicht wirklich gut gefällt. Ich werde daher wieder vermehrt nach gutem Fleisch für die Hunde aus der Region Ausschau halten. Vielleicht kann ich ja auch die ein oder andere weitere gute Quelle auftun.

Punkt 5: auf die Verpackungen beim Hundefutter achten

Bei mir gibt es neben frischem Futter auch Fertigfutter. Ich hatte das HIER schon mal erläutert, warum das so ist und es wird auch dabei bleiben. Trotzdem gefällt mir der Verpackungsmüll natürlich nicht wirklich. Grundsätzlich sind Dosen leider nicht klimafreundlicher als Gläser. Es ist deshalb gar keine Lösung, zumindest wenn es um Nachhaltigkeit geht, auf Dosen zugunsten von Gläsern zu verzichten. Was man aber tun kann, um Verpackung zu sparen, ist, größere Abfüllungen zu kaufen. Statt viele kleine Dosen also lieber wenige große. Das ist zwar auch nicht richtig effizient, da eine größere Dose natürlich ebenfalls mehr Müll ist, aber doch ein bisschen. Beim Trockenfutter kann man noch eher auf eine umweltfreundliche Verpackung achten.

Meine 5 Vorsätze für das Jahr 2021 im Bereich Hundeernährung sind eigentlich nur recht kleine Schritte, die mir (bis auf das Gärtnern) nicht allzu viel abverlangen sollten. Aber wir wissen es ja, mit den kleinen Schritten fängt es an:

Viele kleine Leute, die an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern. “

… lautet ein afrikanisches Sprichwort. Wir können die Welt verändern, auch mit (vielen) kleinen Schritten. Lasst es uns tun.

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Über Anke Jobi 91 Artikel
Anke Jobi, 1967 geboren, wohnt im oberbergischen Land in der Nähe von Köln. Sie ist zertifizierte Ernährungsberaterin für Hunde, Buchautorin (Clean Feeding) und schreibt als freie Autorin für diverse Printmagazine.

10 Kommentare

  1. Liebe Anke, das Du wieder einen Newsletter machst, finde ich klasse!! Mit dem Gärtnern ist eine gute Idee. Ich mach das auch im kleinen Ramen und möchte es dieses Jahr noch erweitern. Mein eigenes Fleisch habe ich ja schon, wie Du weist. Viel Erfolg bei der Umsetzung Deiner guten Vorsätze!

    • Hallo liebe Sabine,

      dankeschön und schön mal wieder von dir zu lesen! 😀 Ja, der Newsletter hat mir selber auch gefehlt und ich habe das sehr gerne wieder aufgenommen.

      Liebe Grüße und alles Gute für das neue Jahr!
      Anke

  2. Hallo Anke,
    Freue mich sehr, dass du dich wieder für den NEWSLETTER entschieden hast!!!!
    Deine Artikel, Ideen und vor allem die Ernährungstipps für unsere Wautzis ist super!!

    LG
    Ilse Beuchert

  3. Vielen Dank für den Newsletter und ein gesegnetes Neues Jahr. Mit dem ungeliebten Einkaufen zur Zeit geht es mir genau so. Die Seite von Marie/Wurzelwerk ist echt klasse. Auch ich möchte heuer noch mehr Gärtnern, weil mein Enkelkind es liebt mit mir zu arbeiten und da fällt auch etwas für den Vierbeiner an. LG Elisabeth

  4. Hallo Anke,
    schön wieder einen Newsletter von dir zu bekommen. Da ich mich selbst sehr bio, gesund, vollwertig ernähre, tue ich das auch für meinen Hund. Ich bin in der glücklichen Lage, eine Demeter-Gärtnerei in der Nähe zu haben, die jede Woche eine Gemüse- u. Obstkiste nach den eigenen Wünschen liefert, da ich schon seit Jahren meine Einkäufe zu Fuß, mit dem Rad o. öffentlichen Verkehrsmitteln mache. In die Kiste kommen natürlich, Pastinaken, Topinambur,Chicoree,Fenchel, Wurzelpetersillie u.v.a. mehr. Kochen macht Spaß und ich koche jeden Tag für einen 1-Personenhaushalt mit Hund. Viele Anregungen habe ich aus deinem Buch u. deinen Rezepten „cleanFeeding“ in meinen Hundespeisenplan übernommen. Mein Jack dankt mir das mit einer gesunden Darmflora, schönem Fell und ordentlich Power mit seinen 9 Jahren.
    LG

    • Hallo liebe Karin,

      ja, die Darmflora ist ein sehr guter Gradmesser für die Gesundheit, weil sie mit fast allem zusammenhängt. Leider wird dem noch viel zuwenig Beachtung geschenkt.

      Eine Biokiste hatte ich auch mal eine Weile, das fand ich auch auch nicht schlecht.

      Dankeschön auch für dein positivies Feedback zum Newsletter, das freut mich 😀

      Liebe Grüße
      Anke

  5. Liebe Anke,
    ich wünsche noch ein zufriedenes und gesundes Jahr 2021 und freue mich sehr über den Newsletter. Wieder mal sehr intetessant. Mit dem Gemüseanbau habe ich erstmals 2020 begonnen und das, was ich versucht habe, ist auch was geworden…..hat richtig Spaß gemacht.
    Meinen Pflanzen im Haus geht es nämlich genauso wie deinen.
    Freue mich schon auf den nächsten Newsletter.
    Bis dahin lG Marion

    • Hallo liebe Marion,

      dankeschön, das wünsche ich dir auch und schön, dass du dich über den Newsletter gefreut hast!

      Was das Gärtnern, bzw. Anbauen betrifft, werde ich bestimmt noch hier und im Newsletter berichten. Dann können wir unsere Erfahrungen austauschen 😀

      Liebe Grüße
      Anke

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