Regierung beschließt Lockdown der Intensivtierhaltung!

Achtung, Satire!!

Allein in Deutschland sterben jedes Jahr etwa 745 Millionen Tiere in der Massentierhaltung und das oft unter qualvollen Bedingungen. Schon länger mahnen Institutionen wie der Bund oder auch Greenpeace, dass es so nicht weitergehen kann. Sogar „Die Grünen“ finden, dass die Zustände für viele Tiere in der Intensivtierhaltung nicht länger haltbar sind.

„Bei Mastschweinen sind bis zu 80 Prozent der Tiere verletzt oder an den Atemwegen erkrankt. Bis zu einem Drittel der Milchkühe leidet an lahmen Gelenken – Störungen des Gangbildes –, 38 Prozent an Euterentzündungen. Bei bis zu zwei Dritteln der Masthühner haben sich die Fußballen verändert, ebenso viele leiden unter Kahlstellen wegen Federpickens. Brustbeinschäden weisen 40 Prozent auf, Knochenbrüche 53 Prozent.“ (Quelle: Heinrich-Böll-Stiftung)

Nicht nur für die Tiere ist die moderne Form der Fleischproduktion ein Problem. Auch für uns Menschen wird sie zunehmend problematisch. In Ställen der Massentierhaltung, allerdings auch in Kliniken, entwickeln sich zunehmend krankmachende Bakterien, gegen die Antibiotika wirkungslos sind. Und das Problem nimmt zu. Fast 700.000 Menschen in Europa infizierten sich im Jahre 2015 mit solchen multiresistenten Keimen und mehr als 33.000 starben an den Folgen, die meisten davon übrigens in Italien.  2019 berichtete das Helios Magazin, dass in Deutschland jährlich mittlerweile mehr als 2100 Menschen an einer Infektion mit solchen Keimen sterben.

Die Tiere verbreiten Seuchen

Auch Seuchen werden durch die Intensivtierhaltung verbreitet. Die Welttierschutzgesellschaft bezeichnete die Massentierhaltung schon 2004 als „Sprungbrett“ für Krankheiten wie Vogelgrippe, den Rinderwahnsinn BSE und das unter anderem bei Schweinen gefundene Nipah-Virus und forderte die WHO und andere Gesundheitsgremien auf, einen Ausbau der Massentierhaltung auf keinen Fall zu fördern oder zu empfehlen. Der Ausstieg aus dieser Haltungsform müsse zu Gunsten einer tierfreundlicheren und nachhaltigeren Landwirtschaft eingeleitet werden.

Das Tierschutzgesetz sagt: „Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schaden zufügen“. Ist der Fleischhunger der Deutschen ein „vernünftiger Grund“, täglich tausenden Schweinen, Hühnern, Rindern Schmerzen und Leid zuzufügen?

Die Schwachen müssen geschützt werden!!

Bisher hat die Politik sehr verhalten reagiert. Nachdem die Appelle an die Vernunft der Bevölkerung wenig Wirkung zeigten und der Trend zum Konsum von hohen Mengen tierischer Produkte weiter anhält, hat die Regierung nun drastischen Maßnahmen beschlossen. „Der Schutz der Schwachen muss gewahrt werden!“, so die Politiker. „Tiere haben keine Stimme, wir müssen ihnen eine geben!“. Und: „Jedes Leben ist es wert, geschützt zu werden!“.

Die Regierung hat nun strengste Maßnahmen bestimmt, die die artwidrige Haltung von Nutztieren eindämmen sollen und eine Art Lockdown der Intensivtierhaltung bedeuten. Mit sofortiger Wirkung wird die Haltung von Tieren zur Gewinnung tierischer Nahrungsmittel sehr stark eingeschränkt:

Für jedes einzelne gehaltene Tier muss eine ausreichende Innen- sowie auch Außenfläche nach Vorgaben belegt sein, welche in den Bestimmungen der Landesbehörden näher definiert sind und dort eingesehen werden können. Hühner, Schweine und Rinder müssen sich frei bewegen können und selber wählen können, ob sie sich drinnen oder draußen aufhalten. Es dürfen keine Gliedmaßen mehr amputiert werden und es darf auch kein Tier mehr ohne einen triftigen Grund, der nachzuweisen ist, getötet werden.

Auch unter hohe Strafen gestellt wird ab sofort der Transport von lebenden Tieren. Dieser hatte bis zuletzt unter unzumutbaren Bedingungen für die Tiere stattgefunden.

Bei Zuwiderhandlung werden hohe Bußgelder fällig!

Mit diesen Maßnahmen möchte die Regierung innerhalb der nächsten Monate die Produktion von tierischen Produkten um 80% reduzieren. Bei Zuwiderhandlungen werden hohe Bußgelder bis zu 500.000€  fällig. Greifen diese Maßnahmen nicht, bleibt abzuwarten, ob man sich womöglich darauf einigt, diese Maßnahmen noch zu verstärken. Vorstellbar wäre eine komplette Schließung der Mastanlagen, wenn die Betreiber sich nicht an die Vorgaben halten.


Alle in diesem satirischen Text genannten Zahlen bis auf das erfundene Bußgeld am Ende sind Fakten, die in der Massentierhaltung tagtäglich passieren. Wäre es da nicht an der Zeit, auf Worte endlich einmal Taten folgen zu lassen? Zum Schutz der Schwächeren …

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